Wahlumfragen wertlos!

Von meinungsbildenden Meinungsumfragen

Das Rätsel um den großen Unterschied der enormen Präsenz der Piratenpartei in den sozialen Netzwerken und im Internet insgesamt gegenüber dem, was die Meinungsforschungsinstitute zur vermeintlichen Wirklichkeit erklären, ist, zumindest was EMNID angeht, gelöst. In den „Sonntagsfragen“ von EMNID kommt die Piratenpartei nämlich nicht vor. So einfach ist das.

Wie EMNID es mit der demoskopischen Wahrheit hält, entlarvt beispielsweise diese Mail, die uns vorgestern erreichte:
 

Hey

wollte nur mal Bescheid sagen, dass Emnid mich heute angerufen und die Sonntagsfrage gestellt hat. Die Piratenpartei wurde nicht aufgezählt. Ich hab dann gesagt, ich wähle die Piratenpartei. Kam dann zurück: "Was ist das denn, kenn´ ich ja gar nicht" :)

Also ich glaub ihr müsst noch ein bisschen öffentlichkeitswirksamer werden oder Emnid bestechen, grenzt ja fast an Manipulation ;)

 

Die Piratenpartei fragt sich nun natürlich:

  1. Wer hat ein Interesse an derartigen selbst erfüllenden Prophezeiungen?

  2. Wem nützen tendenzielle Umfragen?

  3. Sollte EMNID einmal darüber nachdenken, Korrekturen auf der eigenen Homepage (http://www.tns-emnid.com) vorzunehmen, in der es heißt: „Als Mitglied der TNS Group, dem weltweit führenden Anbieter für Marktforschung und Sozialforschung, bieten wir Ihnen Markt-, Fach- und Methodenkompetenz auf höchstem Qualitätsniveau - lokal, regional, national und international.“

  4. Sollte EMNID vielleicht besser damit werben, dass man dort eher meinungsbildend als meinungsumfragend tätig ist?