KettenReAktion ein großer Erfolg!

An der KettenReAktion am 24. April 2010 haben etwa 120.000 Menschen teilgenommen. Vom AKW Brunsbüttel bis zum AKW Krümel bildeten sie eine 120 Kilometer lange Menschenkette, die um 14:30 Uhr tatsächlich geschlossen werden konnte.

Diese eindrucksvolle Demonstration ist ein unmissverständliches Signal an diejenigen, die sich immer noch für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken stark machen, der Vernunft den Vorrang für den kommerziellen Interessen der KKW-Betreiber zu geben. Mit der KettenReAktion ist eine neue Antiatomkraftbewegung entstanden und sichtbar geworden. Der breite gesellschaftliche Schulterschluss dieser Bewegung wird den erforderlichen Druck ausüben können, der nötig ist, um ein Umdenken in der Energiepolitik bei den politisch Verantwortlichen auszulösen. Wer 24 Jahre nach dem GAU in Tschernobyl ernsthaft die Laufzeitverlängerung von Pannenmeilern wie denen in Brunsbüttel oder Krümel erwägt und zudem keine Konsequenzen aus der üblen Informationspolitik der KKW-Betreiber zieht, disqualifiziert sich für jegliche Regierungsarbeit. Im Betrieb, so einer der Sprecher des Aktionsbündnisses auf der Abschlusskundgebung in Glückstadt, wirft jeder Pannenmeiler täglich eine Million Euro an Gewinn ab und das sei der wahre Grund für die angestrebte Laufzeitverlängerung, die sich um die verheerende Leukämiestatistik rundum die KKW nicht schert.

Die Piraten des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Piratenpartei Deutschland hatten in konsequenter Umsetzung ihres 2008 verabschiedeten energiepolitischen Beschlusses, einer dezentralen, auf regenerative Energien setzenden Politik den Vorrang zu geben, zur Teilnahme an der KettenReAktion aufgerufen. An der östlichen Hamburger Stadtgrenze waren Piraten genau so Teil der Menschenkette wie in Glückstadt, wo sie ihren Schwerpunkt bildeten.