HSH Nordbank "schenkte" US-Bank Goldman Sachs Millionen

Wie der NDR und andere Medien berichteten, überwies die HSH Nordbank offenbar 45 Millionen Dollar an die amerikanische Großbank Goldman Sachs, obwohl kein Anspruch auf diese Zahlung bestand. Goldman Sachs hatte sich der Meldung zufolge bei der HSH Nordbank gegen Kreditausfälle der Pleitebank Lehman Brothers versichert, dann aber eine weltweit geltende Frist zur Anmeldung von Ansprüchen um drei Wochen überschritten. Obwohl sich die Juristen der HSH einig waren, dass der Anspruch auf die Zahlung erloschen ist, entschied der Vorstand, das Geld auf den Weg zu bringen. Die HSH Nordbank begründete die Entscheidung mit zu erwartenden Marktgerüchten im Zuge einer juristischen Auseinandersetzung, welche die Reputation der Bank beschädigt hätten.

 

Es ist erschreckend, wie locker mittlerweile mit Millionenbeträgen umgegangen wird. Sie werden, wegen der häufigen Nennung riesiger Beträge in der jüngeren Vergangenheit, inzwischen kaum mehr wahrgenommen - die Relationen haben sich hier leider extrem verschoben. Wie wichtig die Forderung der PIRATEN nach Transparenz ist, zeigt sich darin, wie lange es brauchte, bis dieser Vorfall publik wurde, nämlich von November 2008 bis heute.

 

Links:

Artikel beim NDR

Artikel bei der Financial Times Deutschland

Zeit Online über Goldman Sachs