Erneut LAN Party durch Behörde abgesagt

Erneut hat eine deutsche Gemeinde eine geplante LAN Party abgesagt. Bei LAN Partys handelt es sich um Treffen von begeisterten Computerspielern, die meist über mehrere Tage dauern und bei denen gegeneinander diverse Computerspiele gespielt werden. Die Absage der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard beruht erneut auf dem Argument, dass in sogenannten "Killerspielen" virtuell Menschen getötet werden. Gleichzeitig wird aber ein Jugendturnier des örtlichen Schützenvereins, bei dem sogar Kinder unter 14 Jahren teilnehmen dürfen, problemlos geduldet.

Die Piratenpartei setzt sich für das Recht von erwachsenen Menschen ein, selbst zu entscheiden, ob sie ein Computerspiel spielen wollen oder nicht, und lehnt daher die in jüngster Zeit ausgesprochenen Verbote von LAN Partys für Erwachsene ab. Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch auf die für den 25.Juli geplante Demonstration "WirSindGamer" hinweisen, die sich gegen die ausufernde Verbotspraxis bei Computerspielen einsetzt. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist auch die Petition gegen das von der Innenministerkonferenz geforderte Verbot von Action-Computerspielen.